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Ruhrgebiet im Blickpunkt



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Besteigung der
Alpspitze (2628m) über Schöngänge
Vorbemerkung: Die Tour auf die Alpspitze ist sicher die
schwierigste der hier vorgestellten Touren. Das heißt aber nicht,
dass sie "schwer" ist. In zahlreichen Quellen wird sie als "leicht"
bezeichnet. Wie sie vom Wanderer subjektiv eingeschätzt wird, hängt
natürlich von vielen Faktoren ab wie Konstitution, Kondition,
Routine. Für mich als Urlaubs-Bergwanderer im Seniorenalter (64)
stellte der Berg schon eine gewisse Herausforderung dar, um so
größer war meine Freude, es geschafft zu haben.
Mehrere Wege führen auf den Gipfel. Eine gute Übersicht ist
hier zu finden.
Ich
stelle hier die Variante vor, wie ich sie am 29.08.2008 gegangen
bin:
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Aufstieg ab
Kreuzeck über die "klassische Route" der Schöngänge
(auch "Schöne Gänge"), weiter
durch das Oberkar nach rechts entlang der Abbruchkante (980
Höhenmeter)
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Abstieg über Ostgrat und Schulter, dann Nordwandsteig zum
Osterfeldkopf (600 Höhenmeter)
Die
gesamte Strecke erfordert Trittsicherheit und in weiten Bereichen
Schwindelfreiheit, ebenso eine gute Kondition. Ein Klettersteigset mit
Steinschlaghelm sollte benutzt werden.
Braucht man ein
Klettersteigset? Wer es im Auto als beruhigend empfindet, sich
anschnallen zu können und einen Airbag vor sich zu haben, obwohl er
das alles höchstwahrscheinlich nie brauchen wird, der sollte bei
dieser Tour einen Klettersteigset benutzen.
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Das Ziel vom Kreuzeck aus gesehen.
Rot: Schöngänge, Gelb:
Nordwandsteig.

Die "Schöngänge", auch
"Schöne Gänge" |
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 Die
Schöngänge mit der Bernadeinwand
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Schöngänge, der obere Bereich. Der Rinne in der Bildmitte folgen.
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Aufstieg
08:45 Uhr Ankunft auf dem
Kreuzeck (1650m) mit der ersten Fahrt der
Kreuzeckbahn. Auf einem
bequemen Weg erreicht man über Hochalm (1704m) und
Hochalmsattel (1820m) das Schöngängekar am Fuß der Alpspitze. Hier
beginnt der Klettersteig der "Schöngänge", der auf eine Höhe von
2100m führt und dabei etwa 300 Höhenmeter überwindet. Mein erster
Klettersteig steht mir bevor, sicherheitshalber mit angelegtem
Klettersteigset. Über eine Sandreiße gelangt man an den Felsen. Hier
führt der markierte Weg ein kurzes Stück gerade hinauf zu einem
Drahtseil. An diesem wird die Felswand zunächst nach
rechts=westwärts und dann nach einer Terrasse nach links=ostwärts
gequert. Am Ausstieg des Klettersteiges gelangt man an einen grünen
Rastplatz, den ich in knapp 2 Stunden ab Kreuzeck erreiche. Nach einer Rast führt der Weg zunächst in Serpentinen durch das
Oberkar (ca.2200m). Hierbei halte ich mich offenbar zu weit nach
rechts und stehe unerwartet vor der Doppelleiter am Ausgang des
Nordwandsteiges, die erst noch erklettert werden muss.
Die letzten 400 Höhenmeter zum Gipfel überwindet man in ständiger
Kletterei über schroffes Felsgelände nach rechts haltend an der
Abbruchkante entlang zum Gipfel. In diesem Bereich ist der Weg
schlecht markiert und kaum erkennbar. Um 12:55 Uhr stehe ich auf dem
Gipfel. Viele Wolken behindern die Fernsicht.
Zieht man etwas Zeit
für den Umweg Richtung Nordwandsteig ab, so betrug die Aufstiegszeit
ca. 4 Stunden incl. der Pause. |
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Die Ostflanke:
Blick vom Ausstieg aus den Schöngängen auf das Oberkar und den
Gipfel. Links oben der Ostgrat.

Bild rechts:
Die Ostflanke ein Jahr zuvor vom Schachen aus gesehen. Aus dieser
Perspektive wird die Steilheit der Flanke besser deutlich. Halblinks der Ostgrat. |

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Noch 30 Minuten bis zum Gipfel. Deutlich zu erkennen das unwegsame
Gelände.
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Geschafft!
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Abstieg
Die Abfahrzeit der letzten Seilbahn um 17:30 Uhr im Hinterkopf,
verlasse ich den Gipfel bereits um 13:15 Uhr. Ich nehme den Weg über
den Ostgrat. Dieser ist streckenweise drahtseilgesichert
(Klettersteigset) und erfordert ebenfalls Schwindelfreiheit. Nach
ständiger Kletterei erreiche ich wieder das Oberkar um 15:15 Uhr,
also nach 2 Stunden.
Kurz darauf gelange ich an den Nordwandsteig. Dieser quert
streckenweise drahtseilgesichert in Stufen nach Westen absteigend
auf Felsbänder, Leitern, Eisenstifte und durch zwei Tunnel die
Nordwand und führt zur Seilbahn auf dem Osterfeldkopf (2030m), bei
der ich gegen 16:25 Uhr ankomme, nach etwas über 3 Stunden.
Die gesamte Tour hat etwa 7 1/2 Stunden gedauert. Um Gewicht
zu sparen, hatte ich nur 1 Liter Trinkwasser dabei, was sich als
reichlich wenig erwies.
Kleiner Tipp: die Rückfahrkarte von der
Kreuzeckbahn wird an der
Osterfeldkopf-Bahn
für die Talfahrt angerechnet
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Auf dem Ostgrat, weiter unten schmaler werdend. |

Ein Marterl auf dem Ostgrat.
Zahlreiche Gedenktafeln erinnern an Unglücksfälle. |

Teil des Nordwandsteiges: einer der beiden Tunnel
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Nordwandsteig, der obere Ausgang
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