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Die Nördlinger Hütte
südlich des Reither-Spitze-Gipfels ist die höchstgelegene
Hütte im Karwendel.
Ausgangspunkt ist der (kostenlose) Parkplatz der Rosshüttenbahn
in Seefeld/Tirol auf 1200m.

Zunächst hält man sich nach links und folgt ein kurzes Stück
der Forststraße Richtung Standseilbahn. Gleich hinter einer
Rindersperre (Rost) überquert man auf einer Brücke mit Viehgatter
einen Bach. Nun folgt man der Skiautobahn. Man überquert
eine Forststraße. Wenn man sie zum zweiten mal erreicht,
folgt man ihr nach rechts zur Reither Jochalm (1500m), die
man nach knapp 1 Stunde erreicht.
Hinter der Alm nach rechts durch eine Schranke weiter den
Forstweg hinauf. Nach ca. 1/4 Sunde führt eine rot-weiß-rote
Markierung nach links durch den Wald hinauf. Man kann auch
dem Forstweg bis zum Ende folgen und geht dann links durch
den Wald hoch. Ab hier ist es ein steiler, rustikaler Pfad,
zunächst gerade hinauf, ab der Baumgrenze durch Latschenfelder
in Serpentinen zum Ziel, das man in etwa 3 Stunden
erreicht.
Auf dem gesamten Aufstieg begegnete mir kein einziger Wanderer.
Eine einsame Strecke, die sich vielleicht nicht unbedingt
für Alleingänger eignet.
Eine prächtige Aussicht erwartet den Wanderer: nach Osten
das Karwendel mit dem Freiung Höhenweg, nach Süden die Stubaier
Alpen, nach Westen das Inntal und das Wettersteingebirge.
Von der Nördlinger Hütte sind es nur noch 135 Höhenmeter
auf den Gipfel der Reither Spitze (2373m). Nach Einschätzung
meiner Fähigkeiten (nachlassende Trittsicherheit)
und Beobachtung der Wanderer an den Drahtseilen verzichtete
ich vorsichtshalber auf den Gipfel.
Der Abstieg führt über den Kuntnersteig zur Seilbahnstation
Härmelekopf (2045m). Ab dort wird es wieder langweilig.
Zunächst steil runter auf der Pistenautobahn zur Reither
Jochalm (1500m, Einkehrmöglichkeit). Dann weiter etwa 1/4
Stunde abwärts in nördlicher Richtung auf dem Forstweg zur
nächsten Pistenautobahn. Hier wieder steil runter zum Parkplatz,
den ich nach insgesamt 7 1/4 Stunden erreiche.
Alternativen zu diesem Abstieg:
Fazit: im unteren Bereich
ein langweiliger, aber im ganzen unschwieriger Weg.
Erst in Gipfelnähe kommt richtiges Bergwandergefühl auf
bei herrlicher Fernsicht - also doch eine lohnende Tour
verbunden mit dem Stolz, ganz auf die Seilbahnen verzichtet
zu haben.
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