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VPN im privaten Netzwerk: Sinn oder Unsinn

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Braucht man als Privatanwender VPN?

 

(Okt. 2020)

 

Vorab: Ich bin kein IT-Spezialist, aber nutze seit 30 Jahren Windows.

 

Wer sich mit der Sicherheit im Internet beschäftigt, stößt bald auf den Begriff  „Virtual Private Network" kurz VPN. Ein Dutzend Anbieter haben hier ihr Geschäftsfeld für sich entdeckt und nutzen diesen Trend. Sie versprechen Sicherheit durch Verschlüsselung und Anonymität.

 

Sicherheit auch ohne VPN: 

  • Websites werden heute schon größtenteils verschlüsselt übertragen, erkennbar in der Adresszeile an dem Schlosssymbol und an „https" (es kommt auf das „s" an) , so auch wie bei dieser hier.

  • Filetransfer: auch hier sollte man die verschlüsselte Variante  „sftp" verwenden. Zusätzlich kann man die zu übertragenden Dateien verschlüsseln z. B. mit WinRAR oder 7-Zip

  • Onlinebanking wird grundsätzlich verschlüsselt, besonders dann, wenn man eine spezielle Onlinebanking-Software verwendet.

  • Mailverkehr: Hier wählt man einen IMAP-Server mit SSL/TLS für die verschlüsselte Übertragung.

  • Öffentliches WLAN: hier gilt das gleiche was gerade zur Verschlüsselung gesagt wurde. Man sollte aber die Netzwerkerkennung und die Datei- bzw. Ordnerfreigabe deaktivieren. Hierbei würde auch VPN nicht schützen.

Sicherheit mit VPN: 

Was aber passiert bei der Nutzung von VPN? Der VPN-Server bricht die Verschlüsselung auf um die Daten dann neu verschlüsselt weiter zu leiten. Das soll sicherer sein? Dadurch wird doch nur der Angriffspunkt auf den VPN-Server verlagert. Zudem muss man schon einiges Vertrauen in den VPN-Betreiber haben.

Anonymität:

Die Betreiber reichen die IP-Adresse nicht an Google, Amazon und Co weiter. Darauf sind diese Dienste aber nicht mehr angewiesen. Mit Fingerprinting  Externer Link kann man durch Abfrage von Browser- und Systemeigenschaften ziemlich genau den Nutzer ermitteln.

Der VPN-Betreiber sagt auch zu, dass er keine Protokolle speichert. Das kann man glauben oder auch nicht.

Vorteile:

Man kann mit VPN Ländergrenzen überspringen, also Inhalte aufrufen, die im eigenen Land nicht erreichbar sind. Wer das braucht, für den wird VPN nützlich sein.

Nachteile:

  • Onlinebanking könnte nicht funktionieren.
  • Suchmaschinen wie z. B: Google nerven mit der Frage, ob man Mensch oder Maschine ist und man muss dann ein Captcha-Rätsel lösen.
  • Verlust von Geschwindigkeit.
  • Kosten: zunächst wird man mit einem günstigen Monatspreis gelockt wenn man ein 2-Jahresabo abschließt. In der kleingedruckten Fußnote liest man, dass für die Folgezeit die Kosten erheblich höher sind.
  • Generelles Risiko: durch unnötige Technik handelt man sich oft unnötige Probleme ein.

 

Fazit:

 

Ob man VPN nutzen will, muss jeder für sich beurteilen. Ich als Privatanwender brauche es nicht.
 


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